Filmdreh in Purkersdorf

Filmdreh in Purkersdorf

Was damals wirklich geschah….

Düster und unheimlich ist die Stimmung des Thrillers „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic und genau so wird sie bei der Verfilmung der Romanvorlage auch inszeniert. An einem kalten Nachmittag im Dezember war das ehemaligen Shakespeare Pub in Purkersdorf einer der Drehschauplätze. Regisseur Andreas Prohaska, selbst Purkersdorfer, hat das Pub als Drehort vorgeschlagen, Schauspieler Fritz Karl steht hier für eine düstere, nachdenkliche Filmszene vor der Kamera. „Wir haben einen genauen Zeitplan von 21 Drehtagen“, erzählt die ausführende Produzentin von Gebhardt Productions, Dani Pürer, und den halten wir penibel ein, denn jeder einzelne Drehtag ist eine sehr kostspielige Angelegenheit.“

2020 erhielt sie den Roman zur Verfilmung vorgeschlagen und hatte sofort Adele Neuhauser für die Hauptrolle der Elisabeth vor Augen, die sich auf gefährlicher Wahrheitssuche begibt. Die Alzheimer-Erkrankung ihres von Erwin Steinhauer dargestellten Ehemannes zehrt an ihren Kräften – doch damit nicht genug. Als der 26 Jahre zurückliegende Mord an der besten Freundin der Tochter im Fernsehen noch einmal aufgerollt wird, offenbart ihr Mann Wissen, das eigentlich nur der Täter haben kann. Der Drang, die Wahrheit herauszufinden, ist stärker als der Wunsch, zu ihrem alten Leben zurückzukehren, daher beschließt Elisabeth, die Geschehnisse selbst aufzuarbeiten – und begibt sich dabei in höchste Gefahr.


Nach dem Innendreh im Pub geht es nach draußen, wo die Filmcrew schon bereitsteht: Kameraleute, Lichttechniker, Tonmeister, Assistenten, Sicherheitsleute und viele mehr haben schon alles für die Aufnahme vorbereitet. Diese Außenszene braucht Wasser, es soll so richtig schütten vor dem Pub und auf der Straße. „Der Regen muss sein, denn er ist wichtig für die Auflösung des Falles“, verrät Dani Pürer. Und so wird der Verkehr auf der Kaiser Josef Straße gestoppt, die Beleuchtung springt an, jemand ruft „Film ab“ und es geht los. Es prasselt aus einer überdimensionalen Regendusche, was die Szenerie noch einmal unheimlicher macht. Kurz darauf hebt Regisseur Andres Prohaska den Daumen hoch, die Szene ist im Kasten und die Truppe zieht zum nächsten Schauplatz, denn auch wenn es schon 17 Uhr und stockfinster ist, dauert dieser Drehtag noch lange.

 „Wenn das Licht gefriert“ ist eine Produktion von Gebhardt Productions in Koproduktion mit ORF und SWR, gefördert von FISA+ und dem Land Niederösterreich und wird 2026 in ORF 2 und auf ORF ON zu sehen sein.

 

 

09.12.2025