Mitte September 2024 kam es im Stadtgebiet von Purkersdorf zu einem außergewöhnlichen Hochwasserereignis. Im westlichen Gemeindegebiet führten neben dem Wienfluss auch der Große und der Kleine Steinbach Hochwasser und verursachten erhebliche Schäden. Zusätzlich trugen große Wassermengen, die über mehrere Tage von den Hängen des Wienerwaldes abflossen, zur Belastung der betroffenen Gebiete bei. Zahlreiche Wohnungen und Kellerräume wurden überflutet, Einrichtungsgegenstände sowie Haustechnik beschädigt. Auch die Postsiedlung war von den Auswirkungen betroffen.
Die Freiwillige Feuerwehr Purkersdorf stand während dieser Zeit über mehrere Tage hinweg im Dauereinsatz. Parallel dazu kam es innerhalb der betroffenen Wohngebiete zu gegenseitiger Unterstützung der Anrainerinnen und Anrainer. Unter anderem wurde beim Auspumpen von Kellern geholfen, Nachbarinnen und Nachbarn mit eingeschränkter Mobilität versorgt sowie Arbeitsgeräte und Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.
Mehr als ein Jahr nach dem Hochwasser sind die meisten Schäden behoben. In der Postsiedlung wurde während der Krisensituation eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, um den Informationsaustausch zu erleichtern und gegenseitige Hilfe zu koordinieren. Diese Gruppe besteht derzeit aus 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Anfang Jänner 2026 organisierten drei Familien aus der Postsiedlung ein nachbarschaftliches Treffen in Form eines „Siedlungspunschs“. Nach Einladung durch Flugblätter, über die WhatsApp-Gruppe und durch persönliche Weitergabe kamen am 5. Jänner 2026 mehr als 50 Bewohnerinnen und Bewohner zusammen. Ausgeschenkt wurde Punsch eines regionalen Herstellers aus Eichgraben. Für die Verpflegung sorgten die Teilnehmenden durch mitgebrachte Speisen. Zwei Feuerschalen dienten als Wärmemöglichkeit.
Die im Rahmen der Veranstaltung entstandenen Kosten wurden durch freiwillige Spenden gedeckt. Darüber hinaus konnte ein Reinerlös in Höhe von 520 Euro erzielt werden. Dieser Betrag wurde der Freiwilligen Feuerwehr Purkersdorf als Dank für ihren Einsatz beim Hochwasser 2024 übergeben. Durch die Verwendung mitgebrachter Häferl sowie Getränke in Pfandgebinden wurde die Müllmenge gering gehalten.
Eine Wiederholung der Veranstaltung im Jahr 2027 ist vorgesehen; zusätzlich wird ein weiteres nachbarschaftliches Treffen in den Sommermonaten in Erwägung gezogen.