Bereits beim Soundcheck wurde Purkersdorf ins Falco-Fieber versetzt. Die Musiker groovten sich lautstark auf Falco Vibes ein. Nebenbei wurde aufgebaut, vorbereitet, abgestimmt – eine umtriebige Stimmung, die spürbar machte, dass dieser Abend außergewöhnlich werden würde. Ab 18 Uhr ging es los. VIPs trudelten ein, das Nikodemus füllte sich mit Künstlern und Ehrengästen.
Unter Blitzlichtgewitter fand um 18:30 Uhr der feierliche Startschuss des Events statt, der mit der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt besiegelt wurde.
Künstlerinnen und Künstler sowie Sponsoren von ERGO, Dräxler Immobilien, Gruber Sauna, Volksbank Wien und EAI/ETP und Bürgermeister Stefan Steinbichler waren Teil dieses besonderen Events. „Falco – coming home to Purkersdorf again!“ – schon der Titel des Konzerts verriet, dass es um mehr ging als um ein weiteres Tribute. Es war eine Rückkehr, ein Erinnern, ein Aufleben jener Energie, die Falco immer wieder mit Purkersdorf verbunden hatte. Der Anlass: das 40-jährige Jubiläum von „Rock me Amadeus"! Das Rückgrat bildete die Falco Original Band. Sie kennt die Songs, die Rhythmen, die Eigenheiten und verlieh dem Abend jene Authentizität, die es braucht, damit die Hits nicht wie ein altes Foto, sondern wie ein vibrierender Herzschlag rüberkamen. Ihre Energie machte die Bühne zu einem Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmolzen. Ein Special Guest gesellte sich dazu, der im vergangenen Jahr durch „Rock me Amadeus“ im Ronacher für Furore gesorgt hatte: Moritz Mausser. Seine Interpretation und seine Fähigkeit, Falcos Ausdruckskraft einzufangen, gelten als außergewöhnlich. Doch Mausser stand nicht allein auf der Bühne. Mit ihm feierten zahlreiche weitere Stars Falcos Vermächtnis. Ana Milva Gomes, Tini Kainrath, Georgi Makazaria, Roman Gregory, Andie Gabauer, Edita Malovčić, Johannes Krisch und Skero brachten ihre ganz eigenen Stimmen, Farben und Stile ein. Alle verbindet in irgendeiner Form etwas Persönliches mit Falco.
Dieses Kaleidoskop an Persönlichkeiten ließ die Songs neu glänzen – mal kraftvoll, mal zart, mal rau, immer mit Respekt vor dem Original und mit einer Spielfreude, die das Publikum unmittelbar erreichte. Damit diese Vielfalt ihren Zusammenhalt fand, brauchte es eine starke musikalische Leitung, die übernahm kein Geringerer als Thomas Rabitsch. Er war der Mastermind hinter dem Abend, sorgte für die richtigen Arrangements und den roten Faden, der all die Stimmen und Stile zu einem großen Ganzen verwob. Als besonderer Auftakttrat Tobias Pötzelsberger mit seiner Band auf. Den meisten Österreicherinnen und Österreichern ist er als „Zeit im Bild“-Moderator bekannt, doch seine zweite Leidenschaft ist die Musik. Mit sanfter Stimme und feinsinnigen Folkpop Songs überraschte er das Publikum, seine Texte tiefgründig, seine Melodien berührend. Er stimmte den Abend atmosphärisch ein – ein Kontrast, der die Zuhörerinnen und Zuhörer auf das Feuerwerk der Falco-Hits vorbereitete. Trotz leichtem Regen wurde das Falco Revival ein lebendiges, vielstimmiges Ereignis, das Vergangenheit und Gegenwart feierte. Die bunten Regenponchos der vielen Zuschauer wippten im Takt, es wurde mitgesungen und Handys wurden geschwenkt. Falco verharrt nicht als Denkmal, sondern lebt in neuen Interpretationen seiner Songs, in der Begeisterung eines Publikums, das Generationen umfasst, weiter. Falco kam heim als eine verbindende Kraft, die sogar nach vier Jahrzehnten nichts von ihrer Wucht verloren hat.
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