September-Hochwasser in Purkersdorf: Schadensbehebung läuft noch

Hochwasser Schaden

Die Schadenskommission der Stadtgemeinde ist in Purkersdorf immer noch unterwegs – schließlich sind über 200 Meldungen bei der Gemeinde eingegangen. Die Bandbreite des finanziellen Schadens bewegt sich zwischen 2.000 und 180.000 Euro – hauptsächlich betroffen waren Einfamilienhäuser, aber auch einige Wohnhausanlagen haben Schäden zu vermelden.

Die Region ums Schwimmbad, am Speichberg, in der Post- und Mindersiedlung haben das meiste abbekommen – das Wasser kam hier nicht nur von dem Wienfluss, dem Gablitzbach und Deutschwaldbach sondern auch direkt über die Hänge aus dem Wald. Bürgermeister Stefan Steinbichler dazu: „Wir wurden von der großen Dimension der Wassermassen wirklich überrascht, wir haben nicht mit einer solchen Menge an Regen gerechnet. Für die Zukunft lernen wir jedenfalls daraus und sind gerade dabei, Verbesserungen zu evaluieren um die Schäden in Zukunft zu minimieren.“

Die Gemeindemitarbeiter sind noch immer dabei, Schäden im Stadtgebiet zu beseitigen. Die ausgeschwemmten Straßen und Gehwege konnten schon instandgesetzt werden, als nächstes steht die Räumung der Fluss- und Bachbetten an, um Verklausungen vorzubeugen. Es mussten auch einige unsicher gewordenen Bäume gefällt werden, hier dauern die Arbeiten auch noch an. Von den Gemeindeeinrichtungen war das Schwimmbad am stärksten betroffen, der Technikraum stand komplett unter Wasser. Hier wird die Schadenssumme an die 200.000 Euro gehen, so Stefan Steinbichler. Auch das Stadtarchiv wurde komplett überschwemmt, es wird noch immer nach einem Ausweichquartier gesucht. Viele der Dokumente wurden professionell getrocknet, einige sind leider unwiederbringlich verloren.

Der angefallene Sperrmüll wurde teilweise direkt abgeholt oder von den Bürgern zum Wertstoffsammelzentrum gebracht. Da Purkersdorf keinem Abfallverband angehört, konnte der Sperrmüll zügig noch Wien zur Verwertung gebracht werden – ein großer Müllberg, wie er in noch einigen Gemeinden im Tullnerfeld liegt, blieb Purkersdorf also erspart.

31.10.2024