Am 11. September 2026 stand der Stadtsaal Purkersdorf ganz im Zeichen von Johannes Brahms. Unter dem Motto „Ich will euch trösten“ wurden die Alt-Rhapsodie op. 53 und Ein deutsches Requiem op. 45 aufgeführt. Die Chorvereinigung Schola Cantorum, der Wiener Männergesangverein und das Ensemble Jucundus musizierten unter der Leitung von Jiří Novák. Als Solisten waren Karin Duderstadt, Maria Szepesi und Roland Jähn zu hören.
Brahms’ Musik verbindet in beiden Werken Trauer, Einsamkeit und Hoffnung. Besonders das *Deutsche Requiem* richtet sich weniger an die Toten als an die Hinterbliebenen und wird so zu einem musikalischen Bekenntnis zu Trost und menschlicher Nähe. Die Verbindung von Solostimmen, Chor und Orchester verlieh dem Abend eine besondere Note.
Eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Konzerts spielte Eduard Strauß, Sänger und Vorstand des Chores, der den Kontakt nach Purkersdorf herstellte. Als Abkömmling der berühmten Musikerfamilie Strauß brachte er damit auch eine persönliche Verbindung zur österreichischen Musiktradition ein.
Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie lebendig große Chormusik auch außerhalb der großen Wiener Konzertsäle sein kann. Purkersdorf wurde für einen Abend zu einem Ort, an dem Brahms’ zeitlose Musik ihre besondere Botschaft entfalten konnte. Inmitten von Trauer bleibt Raum für Hoffnung, Gemeinschaft und Trost.
Herzlichen Dank für den wunderbaren Ohrenschmaus!