30 Jahre gelebte Freundschaft mit Bad Säckingen

Bad Säckingen_30 Jahre Jubiäum Freundeskreis

Seit mehr als fünf Jahrzehnten pflegt Purkersdorf mit der deutschen Stadt Bad Säckingen eine lebendige und herzliche Städtepartnerschaft. Herzstück dieser Verbindung ist der Freundeskreis Bad Säckingen-Purkersdorf, ein Verein, der mit seinem kontinuierlichen Engagement wesentlich dazu beiträgt, dass aus formellen Vereinbarungen echte Freundschaften entstehen.

Diesen Freundeskreis gibt es nun seit genau 30 Jahren. Anlässlich des Jubiläums durfte Purkersdorf 16 Mitglieder aus Bad Säckingen auf dem Adventmarkt willkommen heißen. Bei Punsch und Glühwein stimmte sich die mit dem Zug angereiste Delegation auf die anschließende Jubiläumsfeier im Gasthaus RistOro ein.

Der Freundeskreis Bad Säckingen – Purkersdorf versteht sich als lebendiges Bindeglied zwischen der deutschen Partnerstadt und der Stadtgemeinde Purkersdorf. Ziel des Vereins ist es, durch Begegnungen, Veranstaltungen und gegenseitige Besuche den Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Städte auf kultureller, sozialer und persönlicher Ebene zu fördern.

Besonders bemerkenswert ist dabei der starke Fokus auf das persönliche Miteinander. Viele der Purkersdorfer-Mitglieder pflegen seit Jahren private Freundschaften mit Menschen aus Bad Säckingen, manche haben im Laufe der Zeit sogar familiäre Verbindungen aufgebaut. So ist die Gattin des  Purkersdorfer Obmann Markus Wolkerstorfer aus Bad Säckingen und er ist vor Kurzem selbst in die Partnerstadt übersiedelt. „Es steht jetzt drei zu eins für Bad Säckingen“, sagt er lachend: Drei Purkersdorfer leben mittlerweile in der Trompeterstadt, eine Person aus Bad Säckingen ist nach Purkersdorf gezogen.

Trotz des großen Engagements stehen Städtepartnerschaften heute jedoch vor neuen Herausforderungen. „Uns ist bewusst, dass die Voraussetzungen andere geworden sind“, sagt Klaus Kummle, das Pendant von Wolkerstorfer auf Bad Säckinger Seite. „Europa hat sich verändert. Für uns war dieser Kontakt zu einer fremden Stadt und einem anderen Land etwas ganz Besonderes. Heute reisen viele Menschen um die ganze Welt – da ist es schwieriger, vor allem junge Menschen für solche Partnerschaften zu begeistern.“

In Purkersdorf wird die Städtepartnerschaft vor allem auch von Vereinen und der Feuerwehr aktiv gelebt. „Die Feuerwehr pflegt einen sehr regen Austausch zwischen den Gemeinden“, berichtet Wolkerstorfer. Dazu zählen unter anderem gemeinsame Jugendlager. Auch der Wienerwald Chor sowie die Purkersdorfer Typen stehen in engem Kontakt mit Bad Säckingen und tragen mit regelmäßigen Besuchen zur Vertiefung der Partnerschaft bei.

Für Bürgermeister Stefan Steinbichler sind solche Städtepartnerschaften ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung. „Gerade in Zeiten wie diesen, in denen es so viele schreckliche Kriege gibt, sollte man solche Partnerschaften stärken – und vielleicht sogar noch ein Stück weiterentwickeln“, glaubt er.

Anfang März wird es einen Gegenbesuch in Bad Säckingen geben. Dort wird das traditionelle Fest zu Ehren des heiligen Fridolin gefeiert – mit einer feierlichen Prozession und einem großen Volksfest. Zuvor steht jedoch noch ein personeller Wechsel im Verein an: Kulturstadtrat DI Albrecht Oppitz wird bei der nächsten Vollversammlung als neuer Obmann des Freundeskreises kandidieren. Markus Wolkerstorfer wird aufgrund seiner Übersiedelung nach Bad Säckingen nicht mehr zur Wahl antreten.

17.12.2025