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Das Traubenkraut (=Ambrosia) oder auch Ragweed-Unkraut genannt, ist eine ursprünglich nicht heimische Pflanze, die durch die Klimaveränderungen der letzten Jahre auch in unseren Breiten günstige Bedingungen für ihre Ausbreitung vorfindet. Die Ausbreitung erfolgt von Ost nach West. In Niederösterreich sind Teile des Marchfeldes, des Weinviertels, des Wiener Beckens und des Tullnerfeldes betroffen. Vereinzelt tritt sie auch schon in anderen Regionen auf. Die Pollen des Ragweed-Unkrautes gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern. Leider ist die Anzahl der Allergiker stetig steigend, rund 35% der Allergiker in Ostösterreich reagieren auch auf Ragweed allergisch. In Ungarn zum Beispiel sind es schon 60 – 80 % aller Allergiker.
Verbreitung
Die Verbreitung der Pflanze erfolgt vor allem durch den Straßenverkehr, durch Erdtransporte allerdings auch über das Vogelfutter. Ragweed wächst besonders gut auf gestörten Böden (Straßenrändern, Banketten, Schutthalden und anderen vernachlässigten Flächen) aber auch in Gärten (z.B. bei Vogelfutterplätzen).
Beschreibung
Die Keimzeit der einjährigen Pflanze ist Mai bis Anfang Juni, danach benötigen sie im Sommer ausreichend Feuchtigkeit (in Form von Niederschlägen) um im Herbst ausreifen zu können. Die Hauptblütezeit ist im September, dabei werden pro Pflanze bis zu einer Milliarde Pollen produziert. Ragweed kann bis zu einer Höhe von 1,5 m hoch werden, die fiederteiligen Blätter sind hellgrün bis violett, die Stängel weich behaart und die Wuchsform der gedrungenen Blütenstände ist kugelig.
Gesundheitsfolgen
Die Ragweed-Pollen sind stark allergisierend und verursachen Heuschnupfen, Bindehautentzündungen und leider öfter auch Asthma. Personen die auf Ragweed allergisch reagieren, sind häufig auch auf Beifußpollen allergisch, die weit verbreitet bei uns vorkommen.
Maßnahmen
Entscheidend in der Bekämpfung ist es, neue Standorte frühzeitig zu erkennen und die Blüte und damit die Samenbildung zu verhindern. Das erreicht man am einfachsten durch Ausreißen der gesamten Pflanze. Chemische Bekämpfung hat sich als nicht sinnvoll erwiesen, da die Pflanzen rasch Resistenzen entwickelt haben. Ebenfalls wichtig ist die Sanierung von gestörten Flächen z.B. durch das Säen wuchsstarker einheimischer Pflanzen.
Weitere Informationen über die Verbreitung und den aktuellen Pollenflug finden sie unter www.pollenwarndienst.at .
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau DI Claudia Dörflinger, Tel.: 02231/63601/51 oder c.doerflinger@purkersdorf.at .
Abbildungen: AGES, Institut für Pflanzenschutzmittelbewertung und –zulassung, Abteilung Wirksamkeit und Phytotoxität.
27.05.2010
Aug| OktSept